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Der schlaue Martin forscht und fragt für Sie nach

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Cyclomania

9. September 2020

Machen Sie doch auch mit! Bis zum 30. September 2020 können Sie am diesjährigen CYCLOMANIA teilnehmen. 19 Challenges in der ganzen Schweiz mit insgesamt 76 tollen Etappen- und Hauptpreise erwartet Sie! Einfacher geht’s nicht: App runterladen, anmelden und losradeln -
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Grasgrüner Mehrwert

2. September 2020

Bereits die Entwicklung der Recycling-Papiere leitete einen bedeutenden Fortschritt ein, denn dadurch wurde es möglich, vorhandene Materialien zu nutzen, statt ausschliesslich neue Rohstoffe zu verwenden.

Seit den Anfängen dieser Papiere hat sich viel getan. Nun ist eine bemerkenswerte weitere Innovation auf den Markt gekommen: Das «Graspapier».

Graspapier besteht aus bis zu 50 Prozent biologisch abbaubaren Grasfasern, die mit Zellstoff und Recycling-Material kombiniert sind. Diese nachwachsenden Naturfasern werden zudem besonders umweltschonend aufbereitet, nämlich unter stark reduziertem Einsatz von Wasser und ohne chemische Zusatzstoffe. Die Energieeinsparung in der Produktion beträgt gemäss Angaben des Herstellers gegenüber herkömmlichen Papieren bis zu 97, die Wassereinsparung bis zu 99 und die CO2-Reduktion auf bis zu 75 Prozent. Das neue Produkt – notabene aus der Produktion einer einheimischen Firma – kann im Druckbereich im Offset-, Sieb-, Digital- und Flexodruck verwendet werden und ist natürlich rezyklier-, aber auch kompostierbar.

Eine wichtige Innovation in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Ökobilanz und Recycling die Wirtschaft und die Gesellschaft stark beschäftigen. Der «grasgrüne Mehrwert» ist beachtlich – und die Umwelt sagt Dankeschön.

Absolute Neuheit: Antimikrobieller Dispersionslack

31. Juli 2020

Eine gute Nachricht in Zeiten, in denen Fragen um die Übertragbarkeit von Krankheitserregern in den Fokus gerückt sind: Wir freuen uns ausserordentlich, ab sofort als absolute Weltneuheit den antimikrobiellen Dispersionslack Lock 3 anbieten zu können, womit Keime auf Ihren Druckerzeugnissen um bis zu 99,5 % reduziert werden (getestet und bestätigt durch das Fraunhofer Institut in München).

Lock 3 enthält einen patentierten Stoff, der durch Licht aktiviert wird. Dadurch entsteht sogenannter Singulett-Sauerstoff, der Keime durch Oxidation der Keimhülle effizient abtötet. Lock 3 ist wirksam gegen Bakterien, Sporen, Viren und Pilze. Hygienelücken werden somit geschlossen und das Risiko der Keimübertragung wesentlich reduziert.

Der Lack auf Wasserbasis benötigt nur sichtbares Licht, enthält keine toxischen oder mutagenen Bestandteile, gibt keine giftigen Chemikalien ab und ist geruchfrei. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, insbesondere bei Druckprodukten, die durch verschiedene Hände gehen.

Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne.

«SwissSkills» in anderer Form

1. Juli 2020

«Die als Grossveranstaltung zwischen dem 9. und 13. September 2020 in Bern geplanten zentralen Schweizer Berufsmeisterschaften (SwissSkills 2020) werden bedingt durch die Corona-Pandemie in den Herbst 2022 verschoben. Durch ein Ersatzformat soll sichergestellt werden, dass Schweizer Berufsmeisterschaften auch im Jahr 2020 durchgeführt werden können und die Berufsbildung ein mediales Schaufenster erhält.»: Was als nüchterne Medienmitteilung daherkommt, hat weitreichende Konsequenzen, denn nicht nur fällt das Treffen der jungen Teilnehmenden aus allen Berufsgattungen aus, sondern es waren und sind von den Berufsverbänden auch Ideen und alternative Konzepte gefordert.

viscom, der Berufs- und Arbeitgeberverband der schweizerischen grafischen Industrie, geht dabei neue Wege, um es den jungen Fachleuten zu ermöglichen, trotzdem ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und sich an Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Schweiz zu messen: Für das Ersatzformat der grafischen Berufsmeisterschaften spannen Ticino Turismo und viscom zusammen.

Auf die Teilnehmer im Polygrafenwettbewerb wartet damit eine touristische Gestaltungsaufgabe. Sie wird in Eigenregie im Homeoffice oder im Betrieb ausgeführt. Die Drucktechnologen wiederum absolvieren im September 2020 eine modifizierte Arbeit in Aarau. Der geplante Digitaldruck-Teil entfällt. «Dank der spontanen Zusammenarbeit entsteht für die Polygrafen eine komplett neue, spannende Wettbewerbsaufgabe. Als Zückerli für die Besten winkt zudem ein touristischer Zusatzpreis», freut sich viscom.

Warum ist dieser Wettbewerb so wichtig? Einerseits zeigt sich der Bevölkerung der hohe Stand des einheimischen Schaffens – und andererseits werden die «Besten der Besten» sich an den WorldSkills mit dem «Rest der Welt» messen und dabei, ein wie in der Vergangenheit stets hervorragendes Abschneiden vorausgesetzt, für unser Land und unser einheimisches Gewerbe und Industrie beste Werbung machen.

Eine wichtige Rolle

3. Juni 2020

In «normalen Zeiten» ist uns vieles selbstverständlich, was in ausserordentlichen Situationen plötzlich zum Problem werden kann. Ich denke da an die vielen General- und anderen Versammlungen, an Abstimmungen, die bei uns normalerweise noch an Gemeindeversammlungen stattfinden, an Vereine, die über Jahresberichte und -rechnungen zu befinden und andere, wichtige Entschlüsse zu treffen haben.

Wie soll das gehen, wenn man sich nicht treffen kann – weder zum geschäftlichen Teil noch notabene zum anschliessenden «gemütlichen Beisammensein»? Gut, für Speis und Trank in froher Runde gab es in diesen Wochen leider keinen Ersatz. Aber die geschäftlichen Belange mussten ja trotzdem geregelt werden – so verlangen dies Statuten und/oder Gesetze und Vorschriften.

Vielleicht ist man sich gar nicht richtig bewusst geworden, welch wichtige Rolle auch in dieser Situation die Druckereien eingenommen haben. Denn all die erwähnten Abstimmungen mussten (zusätzlich zu den ordentlichen Wahlen) diesmal weitestgehend auf schriftlichem Weg stattfinden. Dazu bedurfte es zusätzlich zu jenen gedruckten Unterlagen, die man jedes Jahr ohnehin erhält, zusätzlich Abstimmungsbögen, Stimmrechtsausweise, adressierte Briefumschläge für die Rücksendung und so weiter. Und dies alles wollte ja nicht nur gedruckt, sondern auch zusammengestellt und verpackt sein – und zwar in einer absolut zuverlässigen Art und Weise, damit jede Empfängerin, jeder Empfänger mit den richtigen, den vollständigen Unterlagen bedient wurde.

Man kann über das «elektronische Abstimmung und Wählen», über all diese und viele weitere Möglichkeiten nachdenken, so viel man will. Fest steht: Solche Modelle, sollten sie einst wirklich sicher und zuverlässig sein, werden für die viele Bedürfnisse, eben jene zum Beispiel von Vereinen und Institutionen, in Zeiten wie diesen kaum je eine tragfähige und verhältnismässig günstige Variante darstellen.

Der Fortschritt ist zweifellos wichtig und richtig – aber in diesen Wochen und Monaten hat sich gezeigt, dass das traditionelle Druckhandwerk durchaus weiterhin seine Berechtigung hat und mit seiner wichtigen Mittlerfunktion wesentlich zur Aufrechterhaltung der – wenn auch «nur» schriftlichen – Normalität beiträgt. Seien wir deshalb dankbar, dass solche verlässlichen Partner in der nächsten oder näheren Umgebung zur Verfügung stehen.

Distanz zeigt Wege auf

8. Mai 2020

In den vergangenen Wochen wurde viel geschrieben und geredet über die Möglichkeiten, die das «Home Office» bei der Aufrechterhaltung der Wirtschaft und in der Vermittlung von Schulwissen bietet. Doch wie sieht dies aus für Branchen, in denen nicht einfach auf «Heimarbeit» umgestellt werden kann? In der Druck- und Medienindustrie wäre «Home Office» noch vor wenigen Jahr(zehnt)en praktisch ebenso unvorstellbar gewesen wie beispielsweise weiterhin im Bauwesen, wo Häuser und Strassen auch nicht einfach am heimischen Bürostuhl gebaut werden können.

«Mehrere Artikel dieser Ausgabe sind nur via Videokonferenz zustande gekommen», bilanziert nun das Magazin «swiss print + communication» in seiner neuesten, der April-Ausgabe – und weist gleichzeitig darauf hin: «Unzählige Druckereien und Verlage haben wegen wegbrechender Aufträge Kurzarbeit eingeführt.»

Ich persönlich denke, man tut gut daran, sich in den hoffentlich bevorstehenden «besseren Zeiten» daran zu erinnern, dass das Gute ganz in der Nähe zu finden ist. Vielleicht tragen die vergangenen Wochen dazu bei, dass man sich wieder bewusster wird, wie wichtig gut verankerte, gut ausgerüstete lokale Partner für unsere Wirtschaft sind.

Allerdings gibt es auch positive Aspekte einzubeziehen, Prozesse und Entwicklungen etwa, wie sie ohne den schmerzhaften Einschnitt nicht so rasch in Gang gekommen oder nicht in diesem Tempo vorangeschritten wären. «Die Corona-Pandemie wirkt als Beschleuniger einer Entwicklung, die ohnehin auf die überbetrieblichen Kurse (üK) der grafischen Industrie zugekommen wären», lese ich so in derselben April-Ausgabe: «Denkbar ist etwa, dass Lernende mit sehr langen Anreisezeiten vermehrt oder gar ausschliesslich via Fernunterricht am üK teilnehmen.» Zu Überlegungen hat dieser «Lockdown» auch bezüglich der Arbeitsprozesse in der grafischen Industrie generell geführt. Viele Prozesse vor der Drucklegung und nach der physischen Auslieferung könn(t)en so von zu Hause aus bewältigt werden – aber es sind organisatorische Hausaufgaben zu machen.

Das Fazit, das sich selbst bei oberflächlicher Betrachtung ziehen lässt: Jede Krise bietet auch Chancen – und kann in (wesentliche) Fortschritte münden. Auch wenn sich nicht wegdiskutieren lässt: Der persönliche Austausch, mitunter gemischt mit etwas Klatsch und Tratsch, sind oft genug ebenfalls Teil des Erfolgs.

Das gesamte BODAN-Team wünscht Ihnen und Ihrer Familie weiterhin von Herzen beste Gesundheit und freut sich, wenn Sie auch in Zukunft den lokalen Partner für Ihre vielfältigen Medienprodukte berücksichtigen.

Besondere Herausforderung

8. April 2020

In diesen Tagen liest man viel über «systemrelevante» und andere Bereiche unseres Lebens und unserer Wirtschaft. Eines vorweg: Ich habe allergrössten Respekt vor allen Menschen, die derzeit arbeiten müssen oder dürfen, vor all jenen, die dabei weit über das «geforderte Mass» hinausgehen, was Arbeitszeiten, Einsatz, Verzicht usw. betrifft, um Kranke zu pflegen und für unsere Gesundheit zu sorgen, um uns mit allem Notwendigen zu versorgen, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten und die Sicherheit zu garantieren – ich ziehe den Hut vor den in Krankenhäusern und Pflegeheimen Tätigen über die Chauffeure, das Verkaufspersonal, die stillen Helferinnen und Helfer im Hintergrund in Logistik und Vertrieb bis hin zu den zahllosen Menschen, die anderen helfen, ihren Alltag zu meistern. Ihnen allen gilt unser aufrichtiger Dank!

Sind Druckereien in dieser Zeit «systemrelevant»? Aber natürlich, hätte man noch vor ziemlich kurzer Zeit automatisch geantwortet. Denn wer sonst garantierte in schwierigen Zeiten, dass wir verlässlich mit Informationen, Analysen, Berichten usw. versorgt wurden? Heute, ja, da prasseln «News» und «Fake News» im Sekundentakt auf uns nieder, werden wir, gewollt und ungewollt, mit elektronischer Werbung überschwemmt.

Und dennoch oder gerade deswegen: Manche elektronischen Netze drohen bereits jetzt, die Überlastung. Manche, auch ich, überlegen sich, wie sie weiterhin verlässlich «kommunizieren» können. Genau dazu trägt die Druckindustrie bei, Tag für Tag auch in diesen Zeiten. Und der lokale Partner vereinfacht dabei so manches. Übrigens: Wer sich unter Einhaltung der Empfehlung, die persönlichen Kontakte derzeit zu beschränken, vorab erkundigen und dem Partner eine ziemlich detaillierte Offertanfrage zukommen lassen will, der findet bei der BODAN AG die richtigen Tools, um von «Briefpapier» über «Geschäftsberichte» und «Kunstdrucke» bis hin zu «Visitenkarten» das Bedürfnis klar zu definieren. Ich empfinde dies als wohltuend: Wenn Technologien und Möglichkeiten vernetzt und somit sinnvoll kombiniert werden – und ich als Resultat in meinem Briefkasten trotz schwieriger Zeit Informationen und Angebote in gedruckter Form vorfinde, die ich in Ruhe studieren kann.

Das gesamte BODAN-Team wünscht Ihnen und Ihrer Familie von Herzen beste Gesundheit und die notwendige Zuversicht, die uns erkennen lässt, dass wir alle gestärkt aus dieser ausserordentlichen Situation herausfinden werden.

Besondere Herausforderung

19. März 2020

Gerne stelle ich an dieser Stelle jeweils Einzelheiten aus unserer interessanten und spannenden Branche vor. Im Angesicht der gegenwärtigen Krise möchte ich den Blick diesmal auf die Menschen richten, durch deren Hände oder über deren Bildschirme letztlich alles geht, was wir sehen, lesen und betrachten.

Eines ist klar: Auch in diesen Tagen muss und soll die Produktion aufrecht erhalten werden. Denn die Welt steht keineswegs still. Viele Angebote, Informationen, Erläuterungen, Dokumentationen, Zeitschriften usw. müssen und sollen weiterhin, auf welchen Kanälen auch immer, an die potenzielle Kundschaft gelangen. Eventuell wird man die Anstrengungen sogar eher forcieren, statt reduzieren, denn man darf und will nicht vergessen gehen. Weil man soziale Kontakte eher minimieren soll, spricht dies noch mehr als sonst für die gedruckte oder elektronische Publikation, begleitet und gestaltet von lokalen Profis.

Die Mitarbeitenden stehen in diesen Zeiten noch stärker im Zentrum. Einerseits freut man sich, wenn in dieser schwierigen Zeit genügend Beschäftigung vorhanden ist, andererseits will und muss man zusätzliche Anforderungen voll und ganz erfüllen. Schliesslich geht es um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr muss man volles Augenmerk schenken, also nichts vernachlässigen, was von kompetenter Seite angeordnet, empfohlen und angeregt wird.

So heisst es derzeit für die BODAN AG an der Zelgstrasse 1: Die Druck-Produktion geht zwar fleissig weiter, dies aber natürlich unter Berücksichtigung aller empfohlenen Vorschriften des BAG (Bundesamtes für Gesundheit).

Das gesamte BODAN-Team wünscht Ihnen und Ihrer Familie von Herzen beste Gesundheit und die notwendige Zuversicht, die uns erkennen lässt, dass wir alle gestärkt aus dieser ausserordentlichen Situation herausfinden werden.

Typografie macht Sprache lesbar

13. März 2020

Es gab nach dem Aufkommen der ersten Computer für den Heimbedarf eine Zeit, die an die Epoche der Goldgräber erinnerte: Alles schien plötzlich und mit einfachen Mitteln möglich. «Werden Sie ihr eigener Grafiker», wurde etwa für eine Software geworben, «Sie erzielen spielend und im Handumdrehen professionelle Resultate».

Und da waren sie dann, alle diese hausgemachten Flyer und Einladungen, die Flugblätter und so weiter, die alle möglichen, bunt gemixten Schriftarten aufwiesen, schwer lesbar und irgendwie, eher unbewusst, wenig ansprechend. Für eine professionelle Gestaltung braucht es eben doch mehr als bloss eine entsprechende Software, merkte der eine oder andere Künstler relativ schnell.

Die professionellen Gestalterinnen und Gestalter in der grafischen Industrie haben ihr Handwerk gründlich gelernt. Sie wissen, wie man mitunter noch vage Ideen ihrer Auftraggeber umsetzt. Dazu zählt auch das Einhalten von Regeln, die sich formuliert haben, weil sie, jahrzehnte-, ja jahrhundertelang bewährt, ein Druckprodukt angenehm, kompetent, eine Botschaft wichtig und glaubwürdig erscheinen lassen. Typografie also macht Sprache (erst) lesbar. Was «dem Auge schmeichelt», löst in uns positive Impulse aus.

Bildung und Weiterbildung sind der Branche auch deshalb wichtig. Im zweiteren Bereich wurde ein neuer Lehrgang «Typograf/-in für visuelle Kommunikation EFA» an der Schule für Gestaltung in St. Gallen geschaffen. Denn Typografie hilft, das Gelesene schneller zu erfassen und besser zu verstehen. Etwas, das im digitalen Zeitalter von fast noch grösserer Bedeutung ist, denn hier kann sich das Auge während wesentlich kürzerer Zeit mit den Inhalten befassen, da sie meist nur für wenige Sekunden zur Verfügung stehen.

Im Bereich der gedruckten Kommunikation beinhaltet eine gekonnte Typografie auch Format, Papier und Farbe. «Wenn man das Produkt in den Händen hält und denkt, dass es einfach aussieht und man es selber auch so hinbekommen hätte, dann wurde alles richtig gemacht», wird in einem Interview der Co-Lehrgangsleiter Peter Renn zitiert (swiss print+communication, Februar 2020).

Es kann also nicht falsch sein, sich Partnern anzuvertrauen, die auf die Aus- und die Weiterbildung ihres Fachpersonals grossen Wert legen – denn gelesen (und problemlos aufgenommen) zu werden, das wünscht man sich als Kunde ja von jeglicher gedruckten oder elektronisch verbreiteten Botschaft.

Daumenregel

27. Februar 2020

Eine Studie der Universitäten Mainz, Göttingen und Marburg analysierte das Lesen auf Papier, am Tablet-PC und am E-Reader, indem Versuchsteilnehmer befragt und in Form eines EEGs (dabei wird die elektrische Aktivität der Hirnrinde über Elektroden gemessen) sowie durch Eye-Tracking untersucht wurden. Papier wurde dabei in aller Regel als die angenehmste Vermittlungsform empfunden, und dies quer durch alle Altersgruppen.

Dabei empfanden gemäss Studie auch Leser, deren EEG- und Eye-Tracking-Daten keinen Unterschied zwischen Print und Bildschirm zeigten, nach eigener Aussage das Lesen auf Papier als angenehmer. Die «Zukunftsstudie 2026» des Verbandes «viscom» meint hierzu: «Dies spricht dafür, dass auch kulturelle Variablen eine Rolle spielen – wir reden uns also, vereinfacht gesagt, eine Überlegenheit des Papiers ein, weil wir dieses gewohnt sind und möglicherweise mit einer höherwertigen Leseerfahrung assoziieren.»

Ein israelisches Forscherteam hinterfragte sodann die These vom Absterben der Printprodukte. Ihre Überlegung: Nicht alle Funktionen der Printmedien können ohne Weiteres von digitalen Medien übernommen werden. Tatsächlich fand die Befragung von über 10’000 europäischen Bürgerinnen und Bürgern heraus, dass im Durchschnitt etwas unter 20 Minuten pro Tag in die Lektüre einer physischen Zeitung investiert werden und etwas über 20 Minuten in das Lesen eines physischen Buches. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, regelmässig Printmedien zu konsumieren.

Ein einfaches Fazit, das für Druckprodukte generell gelten kann, könnte also lauten: Für die schnelle Übermittlung übersichtlicher Informationen sind auch digitale Medien geeignet, für die Vermittlung umfassender oder komplexer Informationen soll die gedruckte Form gewählt werden. Diese Daumenregel entspricht den zentralen Erkenntnissen der Medienwirkungsforschung hinsichtlich der Vorteile von Papier gegenüber Bildschirmen.

(Quelle: «Zukunftsstudie 2026» des Verbandes viscom, Berufs- und Arbeitgeberverband der schweizerischen grafischen Industrie)

«Touristen»

13. Februar 2020

Immer wieder stolpere ich über «Einkaufstouristen». Nicht im wörtlichen Sinne. Ich gerate also nicht aus dem Tritt oder komme gar zu Fall dabei. Ich stolpere vielmehr in den Medien über sie.

Wer A sagt, habe ich einst gelernt, der müsse auch B sagen. Denn diese Gattung der «Touristen» gibt es natürlich nicht nur in der «Schnäppchenjagd» des «kleinen Normalbürgers». Denn hier flattert mir ein Druckerzeugnis auf den Tisch, das einen ausländischen Hersteller nennt (oder dessen ausländische Herkunft irgendwo «aufgedeckt» wird), oder dort entnehme ich einem Impressum, dass zum Beispiel der Druck in der Schweiz, die grafische Gestaltung aber durch eine ausländische Agentur erfolgt ist.

Da frage ich mich dann schon, ob der moralischen Entrüstung im einen nicht der Aufschrei im anderen Fall folgen sollte. Natürlich: Die «freie Marktwirtschaft» verlangt in vielen Fällen eine «internationale Ausschreibung». Und hier (wie beim Haushaltseinkauf) gilt sehr offensichtlich die Maxime: Allein der Preis ist entscheidend.

An der Qualität nämlich kann es nicht liegen. Diesbezüglich halten Schweizer Anbieter wahrlich mit. In der Spitzengruppe, ist immer wieder zu lesen. Belegt und bewiesen.

Vielleicht, befürchte ich, ist die Rechnung, die man sich macht, nicht ganz vollständig. Ich jedenfalls beziehe auch ein, wie viel Geld ich mitunter spare, berücksichtige ich den Dienstleister in der Nähe: Mit den kurzen Wegen für Besprechungen oder bei allfälligen Problemen, durch die persönlichen Kontakte zu «meinen» Gestaltern, «meinen» Druckern, was die Umsetzung meiner Ideen ungemein erleichtert.

«Man kennt sich» ist eben nicht bloss ein Schlagwort, sondern spart oft genug gutes Geld.

Qualität

16. Januar 2020

Bei den 45. WorldSkills, den Berufsweltmeisterschaften, die 2019 im russischen Kazan stattfanden, sicherte sich der Schweizer Drucktechnologe Dario Colucci (St. Gallen) die Bronzemedaille, die Polygrafin Ilona Züst (Goldach) ein Diplom. Damit resultierten bei den Drucktechnologen in den letzten vier Wettbewerben drei Medaillen und ein Diplom.

Dieser Erfolg ist nicht zuletzt hervorragenden Lehrbetrieben, topqualifizierten Betreuern, zuverlässigen Lerninstitutionen und hochprofessionellen Berufsorganisationen zu verdanken. Das «System Schweiz» freut aber auch die Kundinnen und Kunden: Sie profitieren bei ihren Aufträgen von der hohen Qualität der Ausbildung – nicht nur der beiden Ausgezeichneten notabene, denen wir herzlich zum Erfolg gratulieren.

Alles online oder was?

12. Dezember 2019

Manche Widersprüche erstaunen weit mehr, als dass sie einen verstimmen. Da lese ich beinahe täglich, wie wirkungsvoll die Online-Werbung und wie überflüssig, um es zu überspitzen, jegliche Form von gedruckter Werbung letztlich sei.

Merkwürdig: Debattiert, teils heftig, teils mit beinahe missionarischem Eifer, wird aber oft über vermeintliche oder tatsächliche Auswüchse in der gedruckten Werbung. Da werden Plakate kritisiert und in Einzelfällen verboten. Dort geraten Inserate in gedruckten Medien in den Fokus der Kritiker. Und mitunter werden Prospekttexte zu Streitobjekten. Und ich frage mich: Wer sich derart lust-, hingebungsvoll und eifrig mit Print-Produkten befasst, der misst ihnen doch eine grosse Bedeutung zu, nicht wahr?

Also: Alles online oder was?

Gewiss, die «einfache Drucksache» von früher mag weitgehend ausgedient haben. Aber nicht, weil sich «online» viel bessere Resultate erzielen lassen, sondern weil untergeht, was nicht auffällt. Wer einen Skandal provozieren will, wird irgendwelche gesetzliche, moralische, ethische, von gewissen Gruppen aufgestellte Regeln verletzen. Darüber will ich mich hier nicht auslassen. Denn wer es geschickter angeht, wird sich Rat bei den Profis holen, wie er bei der angepeilten Leserschaft positiv auffallen kann. Da staune ich dann immer wieder, wie vielfältig die Ideen sind. Von der Papierwahl über den Druck, mit Lacken, Düften versehen, in spannenden Formaten …

Ich ziehe regelmässig den Hut vor diesen Fachleuten, die durch Kreativität, durch das Bekenntnis zu höchster Qualität in der Ausführung, durch ihr Credo «Geht nicht, gibt’s nicht» bestechen. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich «die Werbung» online meist wegklicke, mir gedruckte Werbung aber immer noch «gefallen lasse».