Junge Lernende erzählen

2015-2018: Marie-Louise Görner

Kauffrau EFZ (E-Profil, 3 Jahre Ausbildung)

Warum hast Du Dich genau für diesen Lehrberuf entschieden? Würdest Du Dich wieder für diesen Lehrberuf entscheiden? Wenn ja, warum?

Anfangs wusste ich nicht, welchen Berufsweg ich einschlagen sollte. Schnell wurde mir klar, dass ich mit Kundenkontakt und im Bereich der Sprachen was machen wollte. Schliesslich animierten mich meine Mutter und Schwester diesen Beruf ausüben, um ein paar Schnuppertage als Kauffrau zu absolvieren. Es gefiel mir sehr und ich würde mich auch wieder für diesen Weg entscheiden. Die Ausbildung als Kauffrau bzw. Kaufmann ist eine gute Grundausbildung und man lernt viel über das richtige Auftreten vor Kunden und über sich selbst.


Welches Lehrjahr war für Dich das anspruchsvollste? Warum?

Das anspruchsvollste Lehrjahr war für mich das Dritte. Dies hatte den Grund, da nebst den Lehrabschlussprüfungen und der selbstständigen Arbeit noch zusätzlich einen Lehrmeisterwechsel anstand.

 

Schildere kurz deine wichtigsten Tätigkeiten!

Zu meinem Aufgabenbereich gehörte die Erfassung von Kleinaufträgen, Betreuung der Trauerkunden sowie Dokumenten-Herstellung zu den Druckaufträgen. In der Buchhaltung hatte ich viel mit Debitoren und Kreditoren zu tun. Auch das Führen der Kasse, Mitarbeiten im Zahlungsverkehr und der Telefondienst gehörten zu meinen Aufgaben.

 

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spass?

Am meisten erfreut mich der Kontakt mit den Kunden sowie das Planen und Organisieren von Anlässen, Transporten und anderen Projekten.

 

Welchen Tipp kannst du Jugendlichen geben, die sich gerade für einen Lehrberuf entschieden haben?

Seid neugierig und traut euch jederzeit Fragen zu stellen.

 

Was findest du an deiner Ausbildung gut?

Den Abteilungswechsel in die Thurgauer Tagblatt AG war eine schöne Abwechslung. Ebenso gefielen mir die Sprachaufenthalte sehr gut und dass man den Abschluss der Sprachfächer mit weltweit anerkannten Diplomen machen kann.

 

Was möchtest du nach der Lehre machen? Was sind deine Zukunftspläne?

Nach meiner Lehre starte ich mit der einjährigen Berufsmaturitätsschule, mit dem Ausbildungsschwerpunkt Wirtschaft. In Zukunft möchte ich gerne etwas im Bereich Marketing machen.

 

Findest du, dass deine Lehre eine gute Basis für dein weiteres berufliches Leben ist? Inwiefern?

Ja, dies sicherlich. In der Ausbildung als Kauffrau lernt man in vielerlei Hinsicht sehr viel dazu. Das breite Spektrum an Schulkenntnissen, in den Bereichen Sprachen, Informatik und Wirtschaft sind sicher hilfreich, egal welchen Weg man nach der Lehre einschlägt. Auch Selbstständigkeit und den richtigen Kontakt mit den Kunden kann einem in jedem Beruf von Nutzen sein.

2014-2018: Danya Luvoni

Polygraf (4 Jahre Ausbildung)

Warum hast Du Dich genau für diesen Lehrberuf entschieden? Würdest Du Dich wieder für diesen Lehrberuf entscheiden? Wenn ja, warum?

Ich habe schon immer gerne am Computer gearbeitet und diverse Sachen gestaltet (natürlich damals ohne fundiertes Wissen) – somit war es für mich klar, etwas im Bereich der Grafik zu suchen. Erst wollte ich Grafikerin lernen, doch dazu benötigt man einen Vorkurs. Und ich wollte unbedingt anfangen zu arbeiten, ohne ein weiteres Jahr Schule zu absolvieren. Ich habe mir also die verwandten Berufe angesehen und  Polygrafin war der Beruf, der mir neben Mediamatikerin am meisten zusagte.


Welches Lehrjahr war für Dich das anspruchsvollste? Warum?

Ich würde sagen, dass die ersten zwei Lehrjahre definitiv die anstrengendsten waren.
Das erste Jahr geht man nur zur Schule, man muss sich in kurzer Zeit sehr viel Wissen über Typografie, Bildbearbeitung, Fotografie und Layout aneignen. Das zweite Lehrjahr ist wiederum eine ganz neue Erfahrung, denn plötzlich ist man 4 Tage im Betrieb und muss echte Kundenaufträge umsetzen sowie das gelernte Theoriewissen in der Praxis anwenden. 

 

Schildere kurz deine wichtigsten Tätigkeiten!

Die Kontrolle von Kundendaten und die Aufbereitung dieser für den Druck sind eindeutig die Haupttätigkeiten. Auch das Setzen von diversen Drucksachen und das mikrotypografische Überarbeiten von Aufträgen gehören wohl zu den wichtigsten Tätigkeiten.
Ab und zu kommt es auch vor, dass ich etwas von Grund auf neu gestalten durfte, dies ist immer eine tolle Herausforderung – vor allem, wenn der Kunde von der Arbeit begeistert ist.

 

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spass?

Das Gestalten gefällt mir am besten, denn man kann das tiefgreifende Wissen, welches man sich angeeignet hat, anwenden und trotzdem seine Kreativität einsetzen. Es ist toll, einen ganzen Prozess zu verfolgen – vom Bildschirm aufs Papier.
Das Korrigieren von angelieferten Druckdaten hat mir auch sehr gefallen, denn man sieht, was andere «ungelernte» Augen nicht sehen.

 

Welchen Tipp kannst du Jugendlichen geben, die sich gerade für einen Lehrberuf entschieden haben?

Die Lehre ist eine tolle Zeit! Vielleicht macht man mal Fehler, aber man sollte sich nicht scheuen, diese als etwas Positives anzusehen, denn schliesslich ist die Lehre da, um etwas zu lernen!
Wichtig finde ich es auch, sich mit gewissen Sachen und Tätigkeiten im Beruf abzufinden, auch wenn einem diese nicht unbedingt gefallen oder diese sehr kompliziert sind. Dies ist eine wichtige Einstellung für das Leben, denn man kann sich nicht immer aussuchen, welchen Auftrag man machen möchte.

 

Was findest du an deiner Ausbildung gut?

Ich bin sehr dankbar dafür, meine Ausbildung in einer Druckerei gemacht zu haben, denn so kennt man die wichtigsten Prozesse und Kriterien, auf die es bei einer Gestaltung bzw. Umsetzung eines Druckprodukts ankommt. Der Job ist extrem vielseitig und es ist toll, dass das Auge täglich mit geschult wird. Es macht Spass verschiedene Bedruckstoffe und deren Eigenschaften kennenzulernen und das Papier und seine Eigenheiten als Gestaltungselement einzusetzen.
Erstaunlicherweise gefiel mir auch das genaue und exakte Arbeiten immer sehr gut!
Die Lehre ist definitiv anspruchsvoll, doch das tolle Team ist mir bei Fragen immer zur Seite gestanden und konnte unklare Sachverhalte leicht vermitteln.
Am besten fand ich definitiv das Mass an Eigenverantwortung. Schon ganz am Anfang der Lehre durfte ich reale Kundenaufträge (überwacht durch den Lehrmeister) erledigen – was, wie ich finde, der beste Einstieg in den Berufsalltag ist.

 

Was möchtest du nach der Lehre machen? Was sind deine Zukunftspläne?

Ich werde ab dem Sommer berufsbegleitend die gestalterische Berufsmaturitätsschule in Weinfelden absolvieren und nebenbei Teilzeit arbeiten. Das Ziel ist, später den Bachelorabschluss im Bereich «visuelle Kommunikation» zu erlangen.
Ab dem nächsten Jahr möchte ich mich mit meinem eigenen Grafikatelier selbstständig machen und meine Passion zur Markengestaltung, sowie Screen- und Webdesign mit Weiterbildungen weiter auszubauen.

 

Findest du, dass deine Lehre eine gute Basis für dein weiteres berufliches Leben ist? Inwiefern?

Die Polygrafen-Ausbildung öffnet einem Türen in diverse Richtungen – sei es Richtung Informatik, Grafik oder beispielsweise Marketing. Man eignet sich viele nützliche Fähigkeiten an (vor allem die Genauigkeit und das erweiterte Schriftwissen), welche einem vor allem in der grafischen Branche enorm weiterbringen. Obwohl ich dachte, dass der Beruf weniger technisch sei, hätte ich mir keinen besseren wünschen können!

2014-2018: David Simon Martin

Drucktechnologe (4 Jahre Ausbildung)

Warum hast Du Dich genau für diesen Lehrberuf entschieden? Würdest Du Dich wieder für diesen Lehrberuf entscheiden? Wenn ja, warum?

Für mich war es klar, dass ich meine Lehrzeit nicht im Büro sitzend verbringen wollte. Ich wollte ein Handwerk erlernen, welches eine akribische Arbeitsweise voraussetzt und bei dem man nicht tagtäglich zentnerschwere Gewichte herumzutragen braucht. Mir die Hände auch einmal schmutzig zu machen, stört mich nicht. Ausserdem gefällt mir das Medium Papier und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielseitig. Ich würde mich wohl wieder für den Lehrberuf entscheiden.


Welches Lehrjahr war für Dich das anspruchsvollste? Warum?

Weil dem Lehrling im ersten Lehrjahr noch nicht die Maschinen überantwortet werden können und man alles von Grund auf lernen muss und neue Strategien und ein Umdenken erforderlich war, fand und finde ich das erste am anspruchsvollsten.  

 

Schildere kurz deine wichtigsten Tätigkeiten!

Der Drucktechnologe steuert die Druckmaschine um ein hochwertiges Druckerzeugnis zu schaffen. Das beinhaltet die Einstellung der Maschine, die Kontrolle von Farbe und Stand des Bildes auf dem Papier und die Gewährung der Druckqualität, wenn die Druckmaschine läuft. Die Wartung der Maschine kann ebenfalls vom Drucker erledigt werden.

 

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spass?

Im Beruf kann ich meinen Perfektionismus ausleben und werde auch dahingehend gefordert.

 

Welchen Tipp kannst du Jugendlichen geben, die sich gerade für einen Lehrberuf entschieden haben?

Zu Beginn kann man den Lehrling noch nicht selbstständig mit den Druckmaschinen arbeiten lassen. Die vollwertige Ausbildung darauf benötigt viel Zeit, Neugier und Geduld, welche ich dem angehenden Lehrling auch ans Herz lege.

 

Was findest du an deiner Ausbildung gut?

Die schulische Ausbildung zum Beruf ist sehr vielseitig und in der eher kleineren Druckerei, wie im Bodan, werden einem das ökologische Denken und die Produktionschritte eines Druckproduktes besonders näher gebracht, da man diese stets im Blick behält.

Was möchtest du nach der Lehre machen? Was sind deine Zukunftspläne?

Nach der Lehre gehe ich in einen Sprachaufenthalt, jobbe und erstrebe dabei einen Abschluss an einer Uni. Über den zweiten Bildungsweg hole ich die Matura nach. Am liebsten möchte ich mich im Bereich der Geschichtswissenschaften entwickeln, da ich in meiner Freizeit gerne die Werke von Herodot, Plutarch, Tacitus oder andere antiken Geschichtsschreiber lese.

 

Findest du, dass deine Lehre eine gute Basis für dein weiteres berufliches Leben ist? Inwiefern?

Mit meiner Lehre habe ich die Möglichkeit auf dem Beruf zu jobben und meine Kompetenzen zu erweitern, was mir mehr Möglichkeiten bietet, Stellen zu finden.

2013-2016: Ilona Schweizer

Kauffrau EFZ (E-Profil, 3 Jahre Ausbildung)

Warum hast Du Dich genau für diesen Lehrberuf entschieden? Würdest Du Dich wieder für diesen Lehrberuf entscheiden? Wenn ja, warum?

In meinem Fall war die Entscheidung eine Lehre als Kauffrau zu absolvieren eher eine Notlösung, da meine bisherigen Pläne betreffend Ausbildung leider nicht umzusetzen waren. Trotzdem würde ich diesen Lehrberuf wieder wählen, da ich glücklicherweise immer zufrieden war mit meiner Tätigkeit.


Welches Lehrjahr war für Dich das anspruchsvollste? Warum?

Das 3. Lehrjahr war das lern- und arbeitsintensivste. Einerseits, weil die LAP wie eine nahende Bedrohung in der Luft hing, andererseits auch, weil die Ausdauer an allen Lernorten (Lehrbetrieb, Berufsschule, ÜK) nachzulassen drohte.

Schildere kurz deine wichtigsten Tätigkeiten!

Ich war während meiner Lehrzeit hauptsächlich im Sekretariat und in der Buchhaltung tätig. Im Sekretariat gehörten der Empfang von Kunden, das Bedienen der Telefonzentrale, die Unterstützung des Verkaufsinnendienstes, das Ausstellen von Lieferscheinen und Druckrechnungen sowie die Beratung und Betreuung von Trauerkunden zu meinen Hauptaufgaben. In der Buchhaltung verbuchte ich Kreditorenrechnungen, Kassen- und Bankbelege und half bei den Monatsrechnungen unseres Ladengeschäfts, bei Zahlungsläufen und dem Mahnwesen mit.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spass?

Am meisten gefallen mir systematische, exakte Arbeiten, deswegen arbeite ich gerne in der Buchhaltung. Der positive Kontakt mit Mitarbeitern bereitet mir ebenfalls Freude.

Welchen Tipp kannst du Jugendlichen geben, die sich gerade für einen Lehrberuf entschieden haben?

Man sollte keine Angst haben, Fehler zu machen und Fragen stellen, wenn Unklarheiten da sind. Der Schritt ins Berufsleben ist nicht zu unterschätzen, aber mit der richtigen Unterstützung und einer optimistischen Einstellung ist er machbar.

 

Was findest du an deiner Ausbildung gut?

Die Vielfältigkeit des vermittelten Wissens erscheint mir von grossem Wert. Wer Einblicke in verschiedenen Abteilungen bzw. Arbeitsprozesse (Lehrbetrieb), in Allgemeinwissen und Wirtschaft (Berufsschule) sowie in brancheninternes Fachwissen (ÜK) erhält, ist variabel einsetzbar und erkennt Zusammenhänge.

 

Was möchtest du nach der Lehre machen? Was sind deine Zukunftspläne?

ch möchte eine Stelle in einer Buchhaltung antreten und eventuell die Weiterbildung als Sachbearbeiter Rechnungswesen absolvieren. Ausserdem ist mir wichtig, dass ich auch für private Projekte Kapazität habe.

 

Findest du, dass deine Lehre eine gute Basis für dein weiteres berufliches Leben ist? Inwiefern?

Meiner Meinung nach bildet meine Lehre eine gute Basis, aber nicht mehr. Da die Arbeitswelt sich ständig wandelt und der Stellenmarkt hohe Ansprüche stellt, liegt es an uns Lehrabgängern hartnäckig und ambitioniert zu sein, um die Chance zu erhalten Erfahrungen zu sammeln und unser Wissen zu erweitern.