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Der schlaue Martin forscht und fragt für Sie nach

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Besondere Herausforderung

Wir arbeiten für Sie im Hintergrund!

8. April 2020

In diesen Tagen liest man viel über «systemrelevante» und andere Bereiche unseres Lebens und unserer Wirtschaft. Eines vorweg: Ich habe allergrössten Respekt vor allen Menschen, die derzeit arbeiten müssen oder dürfen, vor all jenen, die dabei weit über das «geforderte Mass» hinausgehen, was Arbeitszeiten, Einsatz, Verzicht usw. betrifft, um Kranke zu pflegen und für unsere Gesundheit zu sorgen, um uns mit allem Notwendigen zu versorgen, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten und die Sicherheit zu garantieren – ich ziehe den Hut vor den in Krankenhäusern und Pflegeheimen Tätigen über die Chauffeure, das Verkaufspersonal, die stillen Helferinnen und Helfer im Hintergrund in Logistik und Vertrieb bis hin zu den zahllosen Menschen, die anderen helfen, ihren Alltag zu meistern. Ihnen allen gilt unser aufrichtiger Dank!

Sind Druckereien in dieser Zeit «systemrelevant»? Aber natürlich, hätte man noch vor ziemlich kurzer Zeit automatisch geantwortet. Denn wer sonst garantierte in schwierigen Zeiten, dass wir verlässlich mit Informationen, Analysen, Berichten usw. versorgt wurden? Heute, ja, da prasseln «News» und «Fake News» im Sekundentakt auf uns nieder, werden wir, gewollt und ungewollt, mit elektronischer Werbung überschwemmt.

Und dennoch oder gerade deswegen: Manche elektronischen Netze drohen bereits jetzt, die Überlastung. Manche, auch ich, überlegen sich, wie sie weiterhin verlässlich «kommunizieren» können. Genau dazu trägt die Druckindustrie bei, Tag für Tag auch in diesen Zeiten. Und der lokale Partner vereinfacht dabei so manches. Übrigens: Wer sich unter Einhaltung der Empfehlung, die persönlichen Kontakte derzeit zu beschränken, vorab erkundigen und dem Partner eine ziemlich detaillierte Offertanfrage zukommen lassen will, der findet bei der BODAN AG die richtigen Tools, um von «Briefpapier» über «Geschäftsberichte» und «Kunstdrucke» bis hin zu «Visitenkarten» das Bedürfnis klar zu definieren. Ich empfinde dies als wohltuend: Wenn Technologien und Möglichkeiten vernetzt und somit sinnvoll kombiniert werden – und ich als Resultat in meinem Briefkasten trotz schwieriger Zeit Informationen und Angebote in gedruckter Form vorfinde, die ich in Ruhe studieren kann.

Das gesamte BODAN-Team wünscht Ihnen und Ihrer Familie von Herzen beste Gesundheit und die notwendige Zuversicht, die uns erkennen lässt, dass wir alle gestärkt aus dieser ausserordentlichen Situation herausfinden werden.

Besondere Herausforderung

19. März 2020

Gerne stelle ich an dieser Stelle jeweils Einzelheiten aus unserer interessanten und spannenden Branche vor. Im Angesicht der gegenwärtigen Krise möchte ich den Blick diesmal auf die Menschen richten, durch deren Hände oder über deren Bildschirme letztlich alles geht, was wir sehen, lesen und betrachten.

Eines ist klar: Auch in diesen Tagen muss und soll die Produktion aufrecht erhalten werden. Denn die Welt steht keineswegs still. Viele Angebote, Informationen, Erläuterungen, Dokumentationen, Zeitschriften usw. müssen und sollen weiterhin, auf welchen Kanälen auch immer, an die potenzielle Kundschaft gelangen. Eventuell wird man die Anstrengungen sogar eher forcieren, statt reduzieren, denn man darf und will nicht vergessen gehen. Weil man soziale Kontakte eher minimieren soll, spricht dies noch mehr als sonst für die gedruckte oder elektronische Publikation, begleitet und gestaltet von lokalen Profis.

Die Mitarbeitenden stehen in diesen Zeiten noch stärker im Zentrum. Einerseits freut man sich, wenn in dieser schwierigen Zeit genügend Beschäftigung vorhanden ist, andererseits will und muss man zusätzliche Anforderungen voll und ganz erfüllen. Schliesslich geht es um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr muss man volles Augenmerk schenken, also nichts vernachlässigen, was von kompetenter Seite angeordnet, empfohlen und angeregt wird.

So heisst es derzeit für die BODAN AG an der Zelgstrasse 1: Die Druck-Produktion geht zwar fleissig weiter, dies aber natürlich unter Berücksichtigung aller empfohlenen Vorschriften des BAG (Bundesamtes für Gesundheit).

Das gesamte BODAN-Team wünscht Ihnen und Ihrer Familie von Herzen beste Gesundheit und die notwendige Zuversicht, die uns erkennen lässt, dass wir alle gestärkt aus dieser ausserordentlichen Situation herausfinden werden.

Typografie macht Sprache lesbar

13. März 2020

Es gab nach dem Aufkommen der ersten Computer für den Heimbedarf eine Zeit, die an die Epoche der Goldgräber erinnerte: Alles schien plötzlich und mit einfachen Mitteln möglich. «Werden Sie ihr eigener Grafiker», wurde etwa für eine Software geworben, «Sie erzielen spielend und im Handumdrehen professionelle Resultate».

Und da waren sie dann, alle diese hausgemachten Flyer und Einladungen, die Flugblätter und so weiter, die alle möglichen, bunt gemixten Schriftarten aufwiesen, schwer lesbar und irgendwie, eher unbewusst, wenig ansprechend. Für eine professionelle Gestaltung braucht es eben doch mehr als bloss eine entsprechende Software, merkte der eine oder andere Künstler relativ schnell.

Die professionellen Gestalterinnen und Gestalter in der grafischen Industrie haben ihr Handwerk gründlich gelernt. Sie wissen, wie man mitunter noch vage Ideen ihrer Auftraggeber umsetzt. Dazu zählt auch das Einhalten von Regeln, die sich formuliert haben, weil sie, jahrzehnte-, ja jahrhundertelang bewährt, ein Druckprodukt angenehm, kompetent, eine Botschaft wichtig und glaubwürdig erscheinen lassen. Typografie also macht Sprache (erst) lesbar. Was «dem Auge schmeichelt», löst in uns positive Impulse aus.

Bildung und Weiterbildung sind der Branche auch deshalb wichtig. Im zweiteren Bereich wurde ein neuer Lehrgang «Typograf/-in für visuelle Kommunikation EFA» an der Schule für Gestaltung in St. Gallen geschaffen. Denn Typografie hilft, das Gelesene schneller zu erfassen und besser zu verstehen. Etwas, das im digitalen Zeitalter von fast noch grösserer Bedeutung ist, denn hier kann sich das Auge während wesentlich kürzerer Zeit mit den Inhalten befassen, da sie meist nur für wenige Sekunden zur Verfügung stehen.

Im Bereich der gedruckten Kommunikation beinhaltet eine gekonnte Typografie auch Format, Papier und Farbe. «Wenn man das Produkt in den Händen hält und denkt, dass es einfach aussieht und man es selber auch so hinbekommen hätte, dann wurde alles richtig gemacht», wird in einem Interview der Co-Lehrgangsleiter Peter Renn zitiert (swiss print+communication, Februar 2020).

Es kann also nicht falsch sein, sich Partnern anzuvertrauen, die auf die Aus- und die Weiterbildung ihres Fachpersonals grossen Wert legen – denn gelesen (und problemlos aufgenommen) zu werden, das wünscht man sich als Kunde ja von jeglicher gedruckten oder elektronisch verbreiteten Botschaft.

Daumenregel

27. Februar 2020

Eine Studie der Universitäten Mainz, Göttingen und Marburg analysierte das Lesen auf Papier, am Tablet-PC und am E-Reader, indem Versuchsteilnehmer befragt und in Form eines EEGs (dabei wird die elektrische Aktivität der Hirnrinde über Elektroden gemessen) sowie durch Eye-Tracking untersucht wurden. Papier wurde dabei in aller Regel als die angenehmste Vermittlungsform empfunden, und dies quer durch alle Altersgruppen.

Dabei empfanden gemäss Studie auch Leser, deren EEG- und Eye-Tracking-Daten keinen Unterschied zwischen Print und Bildschirm zeigten, nach eigener Aussage das Lesen auf Papier als angenehmer. Die «Zukunftsstudie 2026» des Verbandes «viscom» meint hierzu: «Dies spricht dafür, dass auch kulturelle Variablen eine Rolle spielen – wir reden uns also, vereinfacht gesagt, eine Überlegenheit des Papiers ein, weil wir dieses gewohnt sind und möglicherweise mit einer höherwertigen Leseerfahrung assoziieren.»

Ein israelisches Forscherteam hinterfragte sodann die These vom Absterben der Printprodukte. Ihre Überlegung: Nicht alle Funktionen der Printmedien können ohne Weiteres von digitalen Medien übernommen werden. Tatsächlich fand die Befragung von über 10’000 europäischen Bürgerinnen und Bürgern heraus, dass im Durchschnitt etwas unter 20 Minuten pro Tag in die Lektüre einer physischen Zeitung investiert werden und etwas über 20 Minuten in das Lesen eines physischen Buches. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, regelmässig Printmedien zu konsumieren.

Ein einfaches Fazit, das für Druckprodukte generell gelten kann, könnte also lauten: Für die schnelle Übermittlung übersichtlicher Informationen sind auch digitale Medien geeignet, für die Vermittlung umfassender oder komplexer Informationen soll die gedruckte Form gewählt werden. Diese Daumenregel entspricht den zentralen Erkenntnissen der Medienwirkungsforschung hinsichtlich der Vorteile von Papier gegenüber Bildschirmen.

(Quelle: «Zukunftsstudie 2026» des Verbandes viscom, Berufs- und Arbeitgeberverband der schweizerischen grafischen Industrie)

«Touristen»

13. Februar 2020

Immer wieder stolpere ich über «Einkaufstouristen». Nicht im wörtlichen Sinne. Ich gerate also nicht aus dem Tritt oder komme gar zu Fall dabei. Ich stolpere vielmehr in den Medien über sie.

Wer A sagt, habe ich einst gelernt, der müsse auch B sagen. Denn diese Gattung der «Touristen» gibt es natürlich nicht nur in der «Schnäppchenjagd» des «kleinen Normalbürgers». Denn hier flattert mir ein Druckerzeugnis auf den Tisch, das einen ausländischen Hersteller nennt (oder dessen ausländische Herkunft irgendwo «aufgedeckt» wird), oder dort entnehme ich einem Impressum, dass zum Beispiel der Druck in der Schweiz, die grafische Gestaltung aber durch eine ausländische Agentur erfolgt ist.

Da frage ich mich dann schon, ob der moralischen Entrüstung im einen nicht der Aufschrei im anderen Fall folgen sollte. Natürlich: Die «freie Marktwirtschaft» verlangt in vielen Fällen eine «internationale Ausschreibung». Und hier (wie beim Haushaltseinkauf) gilt sehr offensichtlich die Maxime: Allein der Preis ist entscheidend.

An der Qualität nämlich kann es nicht liegen. Diesbezüglich halten Schweizer Anbieter wahrlich mit. In der Spitzengruppe, ist immer wieder zu lesen. Belegt und bewiesen.

Vielleicht, befürchte ich, ist die Rechnung, die man sich macht, nicht ganz vollständig. Ich jedenfalls beziehe auch ein, wie viel Geld ich mitunter spare, berücksichtige ich den Dienstleister in der Nähe: Mit den kurzen Wegen für Besprechungen oder bei allfälligen Problemen, durch die persönlichen Kontakte zu «meinen» Gestaltern, «meinen» Druckern, was die Umsetzung meiner Ideen ungemein erleichtert.

«Man kennt sich» ist eben nicht bloss ein Schlagwort, sondern spart oft genug gutes Geld.

Qualität

16. Januar 2020

Bei den 45. WorldSkills, den Berufsweltmeisterschaften, die 2019 im russischen Kazan stattfanden, sicherte sich der Schweizer Drucktechnologe Dario Colucci (St. Gallen) die Bronzemedaille, die Polygrafin Ilona Züst (Goldach) ein Diplom. Damit resultierten bei den Drucktechnologen in den letzten vier Wettbewerben drei Medaillen und ein Diplom.

Dieser Erfolg ist nicht zuletzt hervorragenden Lehrbetrieben, topqualifizierten Betreuern, zuverlässigen Lerninstitutionen und hochprofessionellen Berufsorganisationen zu verdanken. Das «System Schweiz» freut aber auch die Kundinnen und Kunden: Sie profitieren bei ihren Aufträgen von der hohen Qualität der Ausbildung – nicht nur der beiden Ausgezeichneten notabene, denen wir herzlich zum Erfolg gratulieren.

Alles online oder was?

12. Dezember 2019

Manche Widersprüche erstaunen weit mehr, als dass sie einen verstimmen. Da lese ich beinahe täglich, wie wirkungsvoll die Online-Werbung und wie überflüssig, um es zu überspitzen, jegliche Form von gedruckter Werbung letztlich sei.

Merkwürdig: Debattiert, teils heftig, teils mit beinahe missionarischem Eifer, wird aber oft über vermeintliche oder tatsächliche Auswüchse in der gedruckten Werbung. Da werden Plakate kritisiert und in Einzelfällen verboten. Dort geraten Inserate in gedruckten Medien in den Fokus der Kritiker. Und mitunter werden Prospekttexte zu Streitobjekten. Und ich frage mich: Wer sich derart lust-, hingebungsvoll und eifrig mit Print-Produkten befasst, der misst ihnen doch eine grosse Bedeutung zu, nicht wahr?

Also: Alles online oder was?

Gewiss, die «einfache Drucksache» von früher mag weitgehend ausgedient haben. Aber nicht, weil sich «online» viel bessere Resultate erzielen lassen, sondern weil untergeht, was nicht auffällt. Wer einen Skandal provozieren will, wird irgendwelche gesetzliche, moralische, ethische, von gewissen Gruppen aufgestellte Regeln verletzen. Darüber will ich mich hier nicht auslassen. Denn wer es geschickter angeht, wird sich Rat bei den Profis holen, wie er bei der angepeilten Leserschaft positiv auffallen kann. Da staune ich dann immer wieder, wie vielfältig die Ideen sind. Von der Papierwahl über den Druck, mit Lacken, Düften versehen, in spannenden Formaten …

Ich ziehe regelmässig den Hut vor diesen Fachleuten, die durch Kreativität, durch das Bekenntnis zu höchster Qualität in der Ausführung, durch ihr Credo «Geht nicht, gibt’s nicht» bestechen. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich «die Werbung» online meist wegklicke, mir gedruckte Werbung aber immer noch «gefallen lasse».