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Der schlaue Martin forscht und fragt für Sie nach

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«Touristen»

13. Februar 2020

Immer wieder stolpere ich über «Einkaufstouristen». Nicht im wörtlichen Sinne. Ich gerate also nicht aus dem Tritt oder komme gar zu Fall dabei. Ich stolpere vielmehr in den Medien über sie.

Wer A sagt, habe ich einst gelernt, der müsse auch B sagen. Denn diese Gattung der «Touristen» gibt es natürlich nicht nur in der «Schnäppchenjagd» des «kleinen Normalbürgers». Denn hier flattert mir ein Druckerzeugnis auf den Tisch, das einen ausländischen Hersteller nennt (oder dessen ausländische Herkunft irgendwo «aufgedeckt» wird), oder dort entnehme ich einem Impressum, dass zum Beispiel der Druck in der Schweiz, die grafische Gestaltung aber durch eine ausländische Agentur erfolgt ist.

Da frage ich mich dann schon, ob der moralischen Entrüstung im einen nicht der Aufschrei im anderen Fall folgen sollte. Natürlich: Die «freie Marktwirtschaft» verlangt in vielen Fällen eine «internationale Ausschreibung». Und hier (wie beim Haushaltseinkauf) gilt sehr offensichtlich die Maxime: Allein der Preis ist entscheidend.

An der Qualität nämlich kann es nicht liegen. Diesbezüglich halten Schweizer Anbieter wahrlich mit. In der Spitzengruppe, ist immer wieder zu lesen. Belegt und bewiesen.

Vielleicht, befürchte ich, ist die Rechnung, die man sich macht, nicht ganz vollständig. Ich jedenfalls beziehe auch ein, wie viel Geld ich mitunter spare, berücksichtige ich den Dienstleister in der Nähe: Mit den kurzen Wegen für Besprechungen oder bei allfälligen Problemen, durch die persönlichen Kontakte zu «meinen» Gestaltern, «meinen» Druckern, was die Umsetzung meiner Ideen ungemein erleichtert.

«Man kennt sich» ist eben nicht bloss ein Schlagwort, sondern spart oft genug gutes Geld.

Qualität

16. Januar 2020

Bei den 45. WorldSkills, den Berufsweltmeisterschaften, die 2019 im russischen Kazan stattfanden, sicherte sich der Schweizer Drucktechnologe Dario Colucci (St. Gallen) die Bronzemedaille, die Polygrafin Ilona Züst (Goldach) ein Diplom. Damit resultierten bei den Drucktechnologen in den letzten vier Wettbewerben drei Medaillen und ein Diplom.

Dieser Erfolg ist nicht zuletzt hervorragenden Lehrbetrieben, topqualifizierten Betreuern, zuverlässigen Lerninstitutionen und hochprofessionellen Berufsorganisationen zu verdanken. Das «System Schweiz» freut aber auch die Kundinnen und Kunden: Sie profitieren bei ihren Aufträgen von der hohen Qualität der Ausbildung – nicht nur der beiden Ausgezeichneten notabene, denen wir herzlich zum Erfolg gratulieren.

Alles online oder was?

12. Dezember 2019

Manche Widersprüche erstaunen weit mehr, als dass sie einen verstimmen. Da lese ich beinahe täglich, wie wirkungsvoll die Online-Werbung und wie überflüssig, um es zu überspitzen, jegliche Form von gedruckter Werbung letztlich sei.

Merkwürdig: Debattiert, teils heftig, teils mit beinahe missionarischem Eifer, wird aber oft über vermeintliche oder tatsächliche Auswüchse in der gedruckten Werbung. Da werden Plakate kritisiert und in Einzelfällen verboten. Dort geraten Inserate in gedruckten Medien in den Fokus der Kritiker. Und mitunter werden Prospekttexte zu Streitobjekten. Und ich frage mich: Wer sich derart lust-, hingebungsvoll und eifrig mit Print-Produkten befasst, der misst ihnen doch eine grosse Bedeutung zu, nicht wahr?

Also: Alles online oder was?

Gewiss, die «einfache Drucksache» von früher mag weitgehend ausgedient haben. Aber nicht, weil sich «online» viel bessere Resultate erzielen lassen, sondern weil untergeht, was nicht auffällt. Wer einen Skandal provozieren will, wird irgendwelche gesetzliche, moralische, ethische, von gewissen Gruppen aufgestellte Regeln verletzen. Darüber will ich mich hier nicht auslassen. Denn wer es geschickter angeht, wird sich Rat bei den Profis holen, wie er bei der angepeilten Leserschaft positiv auffallen kann. Da staune ich dann immer wieder, wie vielfältig die Ideen sind. Von der Papierwahl über den Druck, mit Lacken, Düften versehen, in spannenden Formaten …

Ich ziehe regelmässig den Hut vor diesen Fachleuten, die durch Kreativität, durch das Bekenntnis zu höchster Qualität in der Ausführung, durch ihr Credo «Geht nicht, gibt’s nicht» bestechen. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich «die Werbung» online meist wegklicke, mir gedruckte Werbung aber immer noch «gefallen lasse».